Unsere Konzerte beim Stimmenfang-Festival 2009

 


Donnerstag, 1.Oktober 2009, 22.00 Uhr, Dreieinigkeitskirche

Frau Contra Bass – Saal 3

Man könnte es auch Minimalismus nennen. Eine Stimme (weiblich) und ein Kontrabass (männlich) sind die einzigen Soundquellen für ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Ensemble: Frau Contra Bass - ein kompaktes Duo mit Wurzeln im Jazz interpretiert das Prinzip der jamaikanischen „version“ auf eigene Art. Es geht um Coversongs quer durch das weite Universum von Soul, Jazz und Pop. Wobei es gerade die Bearbeitung ist, die dabei zur eigenständigen Kunstform wird.

Seit 2003 reduzieren Katharina Debus und Hanns Höhn Popsongs auf ihre Essenz und lassen sie auf vielfältigen Club- oder Festival-Gastspielen neu entstehen. Ein musikalischer Umbau bis auf die Grundmauern. „Beide Instrumente sind hier im Grunde nackt, geben sich gegenseitig Schutz und finden darüber zu einer Freiheit, die zu jedem Zeitpunkt ein Wagnis darstellt“ schrieb im September 2007 das Fachmagazin Jazzpodium zum Erscheinen ihrer Debut-CD. Zwei Jahre und dutzende Gigs später ist die Zeit reif für eine zweite Platte. Und Frau Contra Bass beweisen mit „Saal 3“, dass ihr exzentrischer Blick auf die Kompositionen von Udo Lindenberg, Steve Miller oder Jamiroquai vielfältige Facetten hat.

Zwölf Songversionen sind entstanden, ohne dass sich Frau Contra Bass auf die übliche (sprich: konventionelle) Interpretation von tradierten Klassikern beschränken würden. Gehörte auf dem FCB-Debut noch Cole Porters „I´ve got you under my skin“ zum Reigen der Versionen, so sind es auf „Saal 3“ gerade die exaltierten Popgebilde von Elton John („Your Song“) oder Thomas Dolby („The Key to her Ferrari“), die für die besondere Spannung ihrer Genre-Reise sorgen. „Es geht nicht um vordergründige Aha-Effekte wie bei einem Wunschkonzert, sondern um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Songwriting jenseits des Jazz“, sagt Hanns Höhn. „Und dafür analysieren wir ein sehr breites Repertoire. Einfach nur Hits bearbeiten, wäre keine Herausforderung.“ Und Sängerin Katharina Debus ergänzt: „Auch von der stimmlichen Interpretation ist die Beschäftigung mit Pop durchaus reizvoll. Mit Frau Contra Bass bringen wir andere Seiten dieser Songs zum Funkeln.“

Ein Gefühl für kleine, feine Gesten beweisen Frau Contra Bass auch mit ihrem Albumtitel, der schlicht den Produktionsort benennt: „Saal 3“ heißt das Aufnahmestudio im legendären (und denkmalgeschützten) DDR- Funkhaus in der Berliner Nalepastraße. Hier sind zwei Individualisten zur Fortführung ihres erfolgreichen Projektes zusammen gekommen. Die vielbeschäftigte Sängerin Katharina Debus ist neben Frau Contra Bass auch Mitglied des preisgekrönten Vokalensembles „Stouxingers“ in Halle an der Saale. Aktuell arbeitet Sie am Hamburger Schauspielhaus, wo sie als Solistin in Horvarts „Glaube, Liebe, Hoffnung“ zu hören sein wird. Hanns Höhn wiederum hat sich als solider Begleiter und außergewöhnlicher Solist einen Namen gemacht. Er arbeitete mit vielen namhaften internationalen Künstlern und engagiert sich aktuell auch in den Formationen "Tango Transit" und "Sauerborn-Höhn-Sperrfechter".

Als Frau Contra Bass verstehen es Debus und Höhn meisterlich, sich die klangliche Eigenheit ihrer minimalistischen Besetzung zunutze zu machen und die ausgewählte Musik feinfühlig und doch voller Dynamik zu interpretieren.

Bersetzung: Katharina Debus (voc), Hanns Höhn (bass)

http://www.fraucontrabass.de

http://www.myspace.com/fraucontrabass

Eintritt: AK 16.- / 11.-(Stud.) / 9.- (Mitgl.)
Karten sind auch bei den Vorverkaufsstellen oder an der Kasse bei unseren Sonntags- und Dienstagskonzerten erhältlich.

Adresse: Dreieinigkeitskirche, Glockendonstr., Nürnberg (Gostenhof)


Sonntag, 4. Oktober 2009, 20.00 Uhr, Hubertussaal

firstroundkill feat. yara linss

Was passiert, wenn ein Sonnenstrahl abtaucht ins Dämmerlicht?
Tiefer  – weiter – bis Lichtreflexe im Herzland der Dunkelheit landen, ungebetene Träume erhellen, rauschende Bilderfluten tief aus dem Untergrund?
Dann trifft Leichtigkeit auf Schwere, Übermut auf Melancholie, Leuchtkraft auf Tiefenschärfe.
Dann tanzen auch die musikalischen Verhältnisse plötzlich Samba und zwei gegensätzliche Naturen stellen unsere Welt gemeinsam auf den Kopf.
Yara Linss & Peter Fulda heißen die beiden Gegenpole, die für und auf „Stimmenfang“ nun erstmals miteinander zu hören sind.

Die junge Deutsch-Brasilianerin mit ihrer federleichten, biegsamen Bossa Nova-Stimme kennt man bereits vom vergangenen Festival. Dort musste sie als Newcomerin in der Tafelhalle kurzfristig den eigentlichen Star des Abends vertreten – die erkrankte Portugiesin Maria João. Und wurde vom Publikum sofort spontan gefeiert.

Weitere Auftritte folgten: Bei der letzten Kulturpreisverleihung wurde Yara Linss und ihre frische Bühnenpräsenz mit einem Nürnberg-Stipendium gewürdigt; sie gewann den Bruno-Rother-Wettbewerb der Musikhochschule Nürnberg und fährt als herausragendes Talent beim bayernweiten „Creole“-Casting demnächst zur Endausscheidung nach Berlin.

Die in São Paulo geborene, in Ulm aufgewachsene und über die Niederlande an ihren Studienort Nürnberg gelangte Sängerin fasziniert nicht nur mit ihrer Vielsprachigkeit. Ihre Scats kullern punktgenau, die Melodielinien schweben wie Schönwetterwolken über Textzeilen in drei verschiedenen Sprachen, die ernster klingen, als der lichte Atmosphärenzauber zunächst glauben macht.
Ein Gedicht von Kurt Schwitters oder Dorothy Parker ist genauso ausdrücklich erwünscht wie selbst geschriebene Textzeilen über Selbstgefühl und Selbstverlust.

Der in Fürth lebende und vielfach ausgezeichnete Pianist und Komponist Peter Fulda ist der ideale Bühnenpartner für diese taufrischen Lyrikvertonungen und die unerwartet dunkel grundierte Klangpoesie. Romantik ist für ihn mehr als ein Stil – eine Vorliebe für düstere Stoffe, für das Abgründige, für fantastische Nebenstrecken, die rührende Schönheit des Schrecklichen und vor allem für spannungsreiche Akkorde und spannende Musik.

Seine Stücke beleben die sogenannte Neue Musik –  mischen Modern Jazz mit Elementen aus der sogenannten Klassik -  bearbeiten Schnipsel aus Horror-Soundtracks und wirken dabei intensiv, atmosphärisch, mal schwarz-blau und luftig, wie in dichten Nebel getaucht, oder zu harten Konturen geronnen.

An der Seite von Yara Linss spielt der eigensinnige Pianist nun so wunderbar entspannt, wie man ihn lange nicht mehr gehört hat – vielleicht wie zuletzt beim Doppel-Flügelschlag mit Michael Wollny, den er seit der Studienzeit beim Würzburger Pianisten Chris Beier gut kennt.

Ein Nachtflug mit Herzklopfen und ohne Landebahn: „firstroundkill“ heißt die neue Band mit Sängerin Yara Linss und  Peter Fulda am Flügel.
Zusammen mit erstklassigen Musikern - Gitarrist Andreas Blüml, Joachim Lenhardt am Saxophon, Alex Bayer am Bass und Werner Treiber am Schlagzeug - gewinnt die helle, bewegliche  Bossa Nova-Stimme der jungen Bandleaderin Yara Linss neues Gewicht, erkundet Schattenseiten und Kältezonen, leuchtet aus, was sonst verborgen bleibt. (Anja Barckhausen)

Besetzung: yara linss- voc, peter fulda – p, joachim lenhardt – sax, andreas blüml – git, alex bayer – b, werner treiber - dr

Eintritt: AK 18.- / 12.-(Stud.) / 9.- (Mitgl.)
Karten sind auch bei den Vorverkaufsstellen oder an der Kasse bei unseren Sonntags- und Dienstagskonzerten erhältlich.

Adresse: Hubertussaal, Dianastraße 28, Nürnberg (Gibitzenhof)


Donnerstag, 8. Oktober 2009, 22.00 Uhr, Jazzstudio

Béatrice Kahl und Gaby Schenke: NDW meets JAZZ

Die beiden Musikerinnen verbindet eine jahrelange Freundschaft und Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten. Unter eigenem Namen veröffentlichten Sie 2004 das Album „Take 2 – so easy“ mit jazzigen Bearbeitungen von Popsongs und Jazzklassikern. 2005 dann „2nd Edit –getting serious“, eine CD mit Eigenkompositionen von Gaby Schenke. Das neue Projekt „99“ beschäftigt sich mit der Neuen Deutschen Welle der 80er Jahre. Gaby Schenke und Béatrice Kahl haben die größten Klassiker dieser Zeit neu harmonisiert, arrangiert und mit verschiedenen Styles vermischt – ohne den unbekümmerten Charme der Originale aus den Ohren zu verlieren.

„Herausgekommen ist ein ganz starkes Jazz-Album, das wieder einmal deutlich macht, wie lebendig und wandlungsfähig der Jazz auch 120 Jahre nach seiner Entstehung ist.“ (Volker Schuz, Musikchef NDR 1 Welle Nord, Kiel)

"... Die groovigsten Momente, aber das mag jeder selbst entscheiden, lieferten Béatrice Kahl und Gaby Schenke, die als Duo "Take2" im Jazz-Club intensiven Latin-Jazz boten..." (Hannoversche Allgemeine Zeitung 02.05.2006, Achim Balkhoff)

„Tonangebend bleiben nach wie vor Béatrice Kahl mit ihrem perlenden und zugleich rhythmisch verzwickten Pianospiel und vor allem Gaby Schenke selbst...“ (Jazzpages 10/05 + Jazzpodium 12/05-01/06)

"... eine ausnehmend souveräne, mit Sicherheit aber die symphatischste Pianistin der Szene."
(Rudolf Krieger, NDR)

„...Diese unglaubliche Saxophonistin, Flötistin, Sängerin, die mit einem verrückten Talent Themen verschiedenster musikalischer Stile komponiert, hat - das ist sicher - einen außergewöhnlichen Moment im Keller des Jazz Club de Savoie geschaffen." (Dauphiné Savoie/F, 11.4.07)

"Getting Serious" nennt Gaby Schenke ihr zweites Album mit 2nd Edit. Da zeigt sie energisch und kreativ, was sie drauf hat. Und das ist eine Menge.“ (www.omm.de / 12.12.2005)

Besetzung: Gaby Schenke– Saxofone, Gesang, Béatrice Kahl – Piano, Keyboards,
Frank Fiedler – Kontrabass, Kristof Hinz – Schlagzeug, Loops

Weitere Infos und Hörbeispiele unter:

www.myspace.com/gabyschenkebeatricekahl

www.myspace.com/gabriellaschenke

www.beatricekahl.de/beatrice-kahl-trio.html

Eintritt: AK 16.- / 11.-(Stud.) / 9.- (Mitgl.)
Karten sind auch bei den Vorverkaufsstellen oder an der Kasse bei unseren Sonntags- und Dienstagskonzerten erhältlich.

Adresse: Jazzstudio, Paniersplatz 27, Nürnberg (Nähe Burg)


Sonntag, 11. Oktober 2009, 20.00 Uhr, Saal der Musikschule Fürth

Steffi Denk, Budde Thiem: Rocky Horror Swing Show

Premiere "The Rocky Horror Swing Show" - Ein kleines extra Knall-Bonbon zum Festival-Finish.

Auf Anregung des Nürnberger Jazzmusiker-Vereins durfte sich "Musik-Saurier" Budde Thiem einen lang gehegten Wunsch erfüllen: die Songs aus seiner Jugend endlich einmal gnadenlos durch die Swing- und Latinomühle zu drehen.

Dafür wäre man in den 70ern vom internationalen Rock`n Roll-Gerichtshof zu dreimal lebenslänglich verurteilt worden: "Smoke on the Water" im Mambofieber - "Born to be wild" als Pop-Ballade und als Hauptanklagepunkt ein locker swingendes "I can`t get  no...       ...Satisfaction".

Aber dieser Abend soll nicht (nur) zum Rocker-Schubsen ausarten, sondern vor allem viel Spaß an der akustischen Umdeutung von eingebrannten Ohrwürmern vermitteln. Dafür werden 9 Nürnberger Ur-Musikanten sorgen, die mit einem soft bis saftigen Little-BigBand-Sound die alten Rockklassiker in neue Gewänder packen. Auch Santana, Sting und Supertramp werden daran glauben müssen, dass es ein Leben nach dem Rock gibt.

Die Front-Frau: Steffi Denk, die stimmgewaltige Jazzröhre aus Niederbayern, wird mit ihrer Stimm(enfang)Power respektlos aber sehr kreativ das Erbe von McCartney, Morrison und Mercury verwalten. Sie darf sich sicherlich zu den faszinierendsten Sängerinnen derzeit zählen, mit einer Bühnenpräsenz, die einfach nur umwerfend ist.

Roll over to Bossa and Swing mit:

Tobias Schöpker-sax, bcl;
Markus Rießbeck-sax;
Andrej Lobanov-trumpet;
Christoph Müller-trombone;
Norbert Meyer-Venus-bass;
Werner Treiber-drums;
Budde Thiem-piano, arr.;
Steffi Denk-vocals;
Andreas Blüml-git.

Weitere Infos zur Sängerin und Hörbeispiele unter www.steffidenk.com

Eintritt: AK 18.- / 12.-(Stud.) / 9.- (Mitgl.)
Karten sind auch bei den Vorverkaufsstellen oder an der Kasse bei unseren Sonntags- und Dienstagskonzerten erhältlich.

Adresse: Fürther Musikschule, Südstadtpark 1,
Fürth (hinter der Grünen Halle)



1. 10. 2009
Katharina Debus, Frau Contra Bass

4. 10. 2009
firstroundkill feat. yara linss

8. 10. 2009
Béatrice Kahl und Gaby Schenke

10. 10. 2009
Steffi Denk, Budde Thiem